Gandhis 10 Weisheiten um die Welt zu verändern
Anlässlich
des 140. Geburtstag von Mohandas Karamchand Gandhi, genannt Mahatma
Gandhi, stelle ich einige seiner weisen Sätze zusammen damit wir
uns auf das Wesentliche konzentrieren können und weiter motiviert
sind am Ball zu bleiben.
„Man darf nicht
den Glauben an die Menschheit verlieren. Die Menschheit ist wie ein
Ozean; wenn einige Tropfen des Ozean schmutzig sind, dann wird der
Ozean deshalb nicht schmutzig.“
“Der Unterschied
zwischen dem was wir tun und dem was wir in der Lage wären zu tun
würde genügen um die meisten Probleme der Welt zu
lösen.”
Gandhi war ein indischer
Rechtsanwalt und politischer, sowie geistiger Führer der indischen
Unabhängigkeitsbewegung, die 1947 mit dem von ihm entwickelten
Konzept des gewaltfreien Widerstandes das Ende der britischen
Kolonialherrschaft über Indien herbeiführte. Sein Konzept des
beharrlichen Festhalten an der Wahrheit, beinhaltet neben
Gewaltlosigkeit, noch weitere ethische Forderungen wie individuelle als
auch politische Selbstkontrolle und Selbstbestimmung. Gewaltfreiheit
bedeutet nicht Passivität, im Gegenteil, es bedeutet aktiven
Widerstand zu leisten. Aus seinen Gedanken und Handeln können wir
viel lernen.
Hier einige seiner wichtigsten Weisheiten:
1. Verändere dich selbst
„Du musst die Veränderung sein die du in der Welt sehen willst.“
“Als Menschen
liegt unsere Grösse nicht indem, wie wir die Welt erneuern
können, das ist ein Mythos des Atomzeitalters, sondern in dem wir
uns selber erneuern.“
Wenn man sich selbst
verändert, dann verändert man die Welt. Wenn du dein Denken
veränderst dann veränderst du, wie du reagierst und wie du
handelst. So wird sich auch die Welt um dich herum verändern.
Nicht nur weil du die Umwelt mit anderen Augen ansiehst, sondern weil
die Veränderung dir ermöglicht Handlungen zu vollbringen die
vorher nicht möglich waren, oder an die du nie gedacht hast,
solange du in dem alten Verhaltensmuster steckst.
Wenn du die Welt um dich
veränderst ohne dich selber zu verändern, dann bleibst du
immer noch der selbe, wenn du die Veränderungen erzielt hast. Du
wirst immer noch die gleichen Fehler haben, wie Zorn, negatives Denken,
den Hang zur Selbstzerstörung usw. Also wirst du in der neuen
Situation nicht das finden, was du dir erhofft hast, da du immer noch
voll negativen Gedanken bist.
Ein Ortswechsel, um dem
Problem zu entgehen, wird dir nichts bringen, da die Probleme in dir
mit dir gehen. Verändere dich selber zuerst, behebe deine
charakterlichen Schwächen. Wenn du nicht willst das die Menschen
egoistisch sind, dann sei selber kein Egoist, wenn du
Grosszügigkeit verlangst, dann sei selber grosszügig, wenn du
Toleranz erwartest, dann sei selber tolerant.
2. Du hast die Kontrolle
“Niemand kann dir wehtun ohne deine Zustimmung.”
Was du fühlst und
wie du reagierst liegt immer an dir. Es gibt wohl die
„übliche“ Art zu reagieren, aber du kannst deine
eignen Gedanken, Reaktionen und Emotionen aussuchen. Man muss nicht
negativ handeln, auch wenn es manchmal verständlich ist und
spontan passiert. Niemand ausserhalb kann kontrollieren wie du
fühlst und deshalb kannst du deine Gedanken zum Positiven wenden.
Damit wird das Leben viel leichter und besser für dich.
3. Verzeihe und vergesse
“Die schwachen können nie verzeihen. Die Verzeihung ist ein Attribut der Starken.“
„Auge um Auge führt nur zur Erblindung der ganzen Welt.“
Indem man das Übel
mit Übel bekämpft wird niemanden geholfen. Wie ich vorher
geschrieben habe, man kann immer wählen wie man auf etwas
reagiert. Realisiere, dass die Vergebung und das Loslassen der
Vergangenheit dir und der Welt mehr Gutes tut. Sich mit schlechter
Erfahrung zu belasten hilft dir nicht weiter. Dadurch erfährt man
nur mehr Leid und man behindert sich selber das Richtige im Jetzt zu
tun.
Indem man nicht vergibt,
lässt man die Vergangenheit und Personen ,die dich verletzt haben,
deine Gefühle kontrollieren. Indem man vergibt befreit man sich
von diesen Fesseln und man kann sich völlig auf das Neue und zum
Beispiel auf den nächsten Punkt konzentrieren.
4. Wenn man nicht handelt kommt man nirgendwo hin
“Ein Gramm Handeln ist mehr wert als eine Tonne der Predigt.“
Ohne zu handeln wird
sich wenig ändern. Nur handeln bedeutet innere Überwindung
und ist schwer. Deshalb gehen die Menschen lieber her und predigen, wie
Gandhi sagt, oder sie lesen und studieren nur, meinen damit kommt man
vorwärts. Aber dadurch ändert sich nichts in der
Realität. Deshalb, wenn man etwas erreichen will, sich selber und
die Welt verbessern will, muss man handeln. Wissen alleine genügt
nicht, man muss was tun und das Wissen in Aktionen umwandeln.
5. Lebe in diesen Augenblick
„Ich will die
Zukunft nicht voraussehen. Ich bin damit beschäftigt die Gegenwart
zu bewältigen. Gott hat mir keine Kontrolle über den
nächsten Moment gegeben.“
Der beste Weg den
inneren Widerstand zu überwinden, welches uns oft von Handlungen
abbringt, ist in der Gegenwart zu bleiben und sie zu akzeptieren. Es
macht keine Sinn sich über die nächsten Momente zu sorgen,
die man nicht kontrollieren kann. Indem man sich die negativen
Konsequenzen der Zukunft vorstellt, die wiederum auf vergangenes
Versagen beruhen, verliert man die Kraft zu handeln. Deshalb ist es
leichter wenn man sich auf den Augenblick konzentriert und dort sein
bestes gibt.
6. Jeder ist ein Mensch
“Ich behaupte ein
einfaches Individuum zu sein und Fehler mache, wie jeder andere
Sterbliche auch. Ich habe genug Bescheidenheit um meine Fehler
zuzugeben und meine Schritte zu überdenken.“
„Es ist nicht
weise zu sicher über seine eigene Weisheit zu sein. Es ist gesund
daran erinnert zu werden, dass die Starken schwach werden und die
Weisen sich irren.“
Es ist wichtig immer
daran zu denken, jeder ist nur ein Mensch, egal wer er ist. Man darf
aus Menschen keinen Mythos machen, auch wenn sie
Aussergewöhnliches geschaffen haben. Dadurch fühlt man sich
klein und meint nie etwas ähnliches erreichen zu können. Wir
sind alle nur Menschen, die durchaus Fehler machen. Andere an zu hohen
Massstäben messen wird nur unnötige Konflikte in einem selber
auslösen. Sich selber über eigene begangene Fehler zu
bestrafen ist auch nutzlos. Stattdessen soll man in Klarheit sehen was
man falsch gemacht hat und von seinen Fehlern lernen und es wieder
versuchen.
7. Sei beharrlich
“Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, dann gewinnst du.”
Sei beharrlich. Mit der
Zeit wird die Opposition um dich verschwinden. Aber auch der innere
Widerstand und die Tendenz der Selbstbehinderung, die einen
zurückhalten und dort bleiben lassen, wo man ist, werden
schwächer werden. Finde heraus, was du wirklich am liebsten
machst, dann findet man auch die Motivation, um immer weiter zu gehen.
Einer der Gründe
warum Gandhi mit seiner Methode der Gewaltlosigkeit so erfolgreich war,
weil er und seine Anhänger so beharrlich waren. Sie haben nie
aufgegeben.
Erfolg oder Sieg wird
selten so schnell passieren, wie man es sich wünscht. Der Grund
warum viele Menschen nicht das erreichen, was sie wollen, ist einfach
deshalb, weil sie zu früh aufgeben. Die Zeit die sie meinen, dass
sie notwendig ist um das Ziel zu erreichen, ist meistens geringer als
in der Wirklichkeit. Dieser falsche Glaube kommt aus der Welt in der
wir leben, in der uns erzählt wird, es gibt die schnelle
Lösung, die Wunderpille für alles, einfach schlucken und
sofort ist die gewünschte Wirkung da. Diese Einstellung ist der
Grund für viele Probleme. Nur durch Beharrlichkeit und Geduld
erreicht man Resultate und mit einer guten Portion Humor wird man auch
die grössten Hindernisse überwinden und schwersten Zeiten
überstehen.
8. Sehe das Gute in den Menschen und hilf ihnen
“Ich suche nur die
guten Qualitäten in Menschen. Da ich selber nicht fehlerlos bin,
suche ich nicht die Fehler bei anderen.“
“Der Mensch wird grossartig in dem Masse, wie er für das Wohlergehen seiner Mitmenschen agiert.”
“Ich meine
Führung wurde zu einer Zeit mit Kraft gleichgesetzt; aber heute
bedeutet es, wie man mit den Menschen auskommt.”
Die meisten Menschen
haben etwas Gutes in sich, und Sachen, die nicht so gut sind. Man kann
wählen auf was man sich konzentriert, und wenn man das Gute
wählt, dann ist es nützlicher. Dadurch wird das Leben
leichter und Beziehungen angenehmer und positiv. Wenn man das Gute in
den Menschen sieht, dann ist es leichter sich zu motivieren für
sie da zu sein und ihnen zu dienen. Indem man mehr gibt als man nimmt
bekommt man auch vieles zurück. Den Menschen, denen man hilft,
werden wiederum eher anderen helfen, und so werden alle zusammen eine
Spirale nach oben an positiven Veränderungen bewirken, die
wächst und stärker wird. Indem man seine soziale Kompetenz
stärk, hat man mehr Einfluss auf seine Mitmenschen und kann noch
mehr bewirken.
9. Sei einheitlich, authentisch, sei du selber
“Glücklich sein ist ,wenn das, was du denkst, sagst und was du tust in Harmonie ist.”
“Ziele immer auf
eine völlige Harmonie deiner Gedanken, Worte und Taten. Versuche
deine Gedanken zu reinigen und alles wird gut.”
Der beste Weg seine
soziale Kompetenz zu verbessern ist, wenn man einheitlich handelt und
es authentisch kommuniziert. Die Mitmenschen schätzen eine Person,
die echt wirkt. Wenn die Gedanken, die Sprache und die Handlungen
übereinstimmen dann fühlt man sich sicherer und besser, man
kann selbstbewusster auftreten und fühlt sich gut dabei.
Diese Harmonie wird im
Ton der Stimme und in der Körpersprache übertragen und bei
den Menschen sofort registriert. Deine Botschaft wird dadurch besser
ankommen, sie werden zuhören was man sagt. Falschheit, eine
aufgesetzte Fassade, Widersprüche zwischen dem was man ausspricht
und tut, merkt man sofort und man wird unglaubwürdig und nicht
akzeptiert.
10. Wachse und entwickle dich weiter
„Kontinuierliche
Entwicklung ist das Gesetz des Lebens und Menschen, die immer versuchen
ihre Glaubenssätze zu erhalten, um dadurch konstant zu wirken,
manövrieren sich in eine falsche Position.“
Man kann immer seine
Fähigkeiten verbessern und seine Beurteilung neu überdenken.
So erreicht man ein besseres Verständnis über sich selber und
der Welt. Es macht keinen Sinn an Meinungen festzuhalten, nur um
konstant zu wirken, wenn man innerlich weiss, es ist mittlerweile
falsch und man steht im Abseits. Sich ständig zu entwickeln und zu
wachsen ist der richtige Weg, denn damit wird man glücklicher und
auch nützlicher für seine Mitmenschen.